Franziska Wenzel, Univ.-Prof.

Franziska Wenzel

 Vita


29. November 1969
  • geboren in Dresden


1988
  • Abitur


1988 – 1993
  • Lehramtsstudium mit den Fächern Deutsch und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule und der Technischen Universität Dresden


1993
  • Staatsexamen für das höhere Lehramt in den Fächern Germanistik und Kunsterziehung


1994 – 1998
  • Promotionsstudium der Älteren deutschen Literatur, Neueren deutschen Literatur und Kunsttheorie


1998
  • Promotion bei Prof. Dr. Peter Strohschneider zum Thema: Situationen höfischer Kommunikation. Studien zu Rudolfs von Ems „Willehalm von Orlens“


2007-2010
  • Förderung der Eigenen Stelle durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft zur Ausarbeitung einer Habilitationsschrift mit dem Thema „Meisterschaft im Prozess. Texte und Studien zu Frauenlobs Langem Ton“


21. Juli 2010
  • Habilitation durch die LMU München mit Venia für das Fachgebiet „Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung“


 

 

 Beruflicher Werdegang


01.01.1998 – 31.12.2002
  • wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ der TU Dresden,


01.03.2002 – 31.04.2006
  • wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Projekten „Kommentare zum Wartburgkrieg“, „Rätselspiele. Edition und Kommentar“ (LMU München) 


01.03.2006 – 30.08.2006
  • Elternzeit


01.09.2006 – 31.04.2007
  • Wiedereinstiegsstipendium des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst


01.05.2007 – 31.04.2010
  • Eigene, durch die DFG finanzierte Stelle

 

2010

 

  • Lehraufträge an der LMU München und der TU Dresden

 

2011-2014

  • Professurvertretungen an der FU Berlin und der LMU München

 

verheiratet mit Kay Eckhard Wenzel,

zwei Kinder (geboren 2001, 2006)

 

Forschungsschwerpunkte


  • Lyrische und epische Literatur des hohen und späten Mittelalters
  • Kommunikations- und Mediengeschichte
  • Poetologie und Texttheorie
  • Überlieferungsgeschichte, Philologie und Rezeptionsästhetik
  • Autorschafts- und Meisterschaftskonzepte
  • Historische Anthropologie, Historische Semantik

 

Schriftenverzeichnis:

Monographien und Herausgeberschaften


  • Situationen höfischer Kommunikation. Studien zu Rudolfs von Ems „Willehalm von Orlens“, Frankfurt a.M. u.a. 2000 (Mikrokosmos 57).

 

  • Geltung der Literatur. Formen ihrer Autorisierung und Legitimierung im Mittelalter, hg. von Beate Kellner/Peter Strohschneider /Franziska Wenzel, Berlin 2005 (Philologische Studien und Quellen 190).

 

  • Was gestürzte Engel wissen, Radebeul 2007.

 

  • Meisterschaft im Prozess. Der Lange Ton Frauenlobs – Texte und Studien, Berlin 2012 (Deutsche Literatur, Studien und Quellen 10).

 

 

Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken

 

  • Keie und Kalogrenant. Zur kommunikativen Logik höfischen Erzählens in Hartmanns „Iwein“, in: Literarische Kommunikation und soziale Interaktion. Studien zur Institutionalität mittelalterlicher Literatur, hg. von Beate Kellner/Ludger Lieb/Peter Strohschneider, Frankfurt a.M. u.a. 2001, S. 89-109.

 

  • Die alte niuwe Klage. Reflexionen über die Folgen narzisstischer Begierde in der Minneklage Heinrichs von Morungen, in: Dauer durch Wandel. Institutionelle Ordnungen zwischen Verstetigung und Transformation, im Namen der Mitarbeiter des Sonderforschungsbereichs 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ hg. von Stephan Müller/Gary S. Schaal/Claudia Tiersch, Köln/Weimar/Wien 2002, S. 211-222.

 

  • Schwierige Performanz. Ein Versuch über die pragmatischen Bedingungen literarischer Kommunikation im „Willehalm von Orlens“ des Rudolf von Ems, in: Situationen des Erzählens. Aspekte narrativer Praxis im Mittelalter, hg. von Ludger Lieb/Stephan Müller, Berlin/New York 2002 (Quellen und Forschungen zur Sprach-und Kulturgeschichte der germanischen Völker 20), S. 219-243.

 

  • Teuflisches Wissen. Strategien, Paradoxien und die Grenzen der Wissensvermittlung im „Hort von der Astronomie“, in: Literatur und Macht im mittelalterlichen Thüringen, Mediävistisches Kolloquium auf Gut Willershausen, 11. bis 13. Oktober 1998, hg. von Ernst Hellgardt/Stephan Müller/Peter Strohschneider, Köln/Weimar/Wien 2002, S. 143-163.

 

  • Von Schwellentexten und anderen Beobachtern. Überlegungen zu den Bedingungen und Modalitäten höfischer Rezeption, vorgeführt am „Iwein“ Hartmanns von Aue, in: Akten des X. Internationalen Germanistenkongresses Wien 2000 „Zeitenwende – Die Germanistik auf dem Weg vom 20. ins 21. Jahrhundert“, hg. von Peter Wiesinger unter Mitarbeit von Hans Derkits, Bern u.a. 2002, Bd. 5: Mediävistik und Kulturwissenschaft, betreut von Horst Wenzel/Stephan Jaeger/Alfred Ebenbauer. Mediävistik und Neue Philologie, betreut von Peter Strohschneider/Ingrid Benewitz/Werner Röcke, S. 95-102.

 

  • Formen der Geltungsbehauptung im Klingsor-Wolfram-Streitgedicht „Der Stubenkrieg“, in: Sangspruchtradition. Aufführung – Geltungsstrategien – Spannungsfelder, hg. von Margreth Egidi/Volker Mertens/Nine Miedema, Frankfurt a.M. u.a. 2004 (Kultur, Wissenschaft, Literatur 5), S. 45-72.

 

  • Rätsel, „Stubenkrieg“ und „Sonrat“. Geltungskämpfe nach dem Klingsor-Wolfram-Streit in der Kolmarer Liederhandschrift? in: Geltung der Literatur. Formen ihrer Autorisierung und Legitimierung im Mittelalter, hg. von Beate Kellner/Peter Strohschneider /ders., Berlin 2005 (Philologische Studien und Quellen 190), S. 91-110.

 

  • Die Geschichte des gefährlichen Brautvaters. Ein strukturalistisch-anthropologi­sches Experiment zur „Kudrun“, in: Euphorion 99 (2005), S. 395-423.

 

  • Textidentität und Überlieferungsvarianz. Überlegungen am Beispiel von „Wartburgkrieg“-Gedichten, in: Texttyp und Textproduktion in der deutschen Literatur des Mittelalters, hg. von Elizabeth Anderson/Manfred Eikelmann/Anne Simon, Berlin/New York 2005 (Trends in Medieval Philology 7), S. 347-370.

 

  • Textkohärenz und Erzählprinzip. Beobachtungen zu narrativen Sangsprüchen an einem Beispiel aus dem „Wartburgkrieg“-Komplex, in: ZfdPh 124 (2005), S. 321-340.

 

  • Vom Gestus des Zeigens und der Sichtbarkeit künstlerischer Geltung im Codex Manesse, in: Visualisierungsstrategien in mittelalterlichen Bildern und Texten, hg. von Horst Wenzel/C. Stephen Jaeger, Berlin 2006, (Philologische Studien und Quellen 195), S. 44-62.

 

  • Meisterschaft und Transgression. Studie zur Spruchdichtung am Beispiel des Langen Tons der Frauenlob-Über­lieferung, in: Das fremde Schöne. Dimensionen des Ästhetischen in der Literatur des Mittelalters, hg. von Manuel Braun/Christopher Young, Berlin/New York 2007, S. 309-334.

 

  • hof, burc und stat. Identitätskonstruktionen und literarische Stadtentwürfe als Repräsentationen des Anderen, in: Repräsentationen der mittelalterlichen Stadt, hg. v. Jörg Oberste, Regensburg 2008, S. 25-43.

 

  • Meister Heinrich Vrouwenlob oder vom Umgang mit dem künstlerischen Vermögen im Frauenlob-Corpus der Manessischen Liederhandschrift, in: Wolfram-Studien XXI (2013), S. 365-385.

 

  • Inszenierung und Imagination. Lyrische Außen- und Innenräume bei Hartmann von Aue, in: Imaginative Theatralität. Szenische Verfahren und kulturelle Potentiale in mittelalterlicher Dichtung, Kunst und Historiographie, hg. v. Manfred Kern, Heidelberg 2013, S. 81-97.

  • Die Struktur des Begehrens. Erzählprinzipien im mittelhochdeutschen Minne- und Aventiureroman, in: Hybridität und Spiel, hg. v. Jutta Eming u. Martin Baisch, Berlin 2013, S. 207-223.

 

  • Kontingenzerfahrung. Gabe, Gewalt und Emotionalität bei Gottfried von Straßburg, in:  ZfdPh 133 (2014) – im Druck.

 

 

Rezensionen / Lexikonartikel


  • Ralf-Henning Steinmetz: Liebe als universales Prinzip bei Frauenlob. Ein volkssprachlicher Weltentwurf in der europäischen Dichtung um 1300, in: Arbitrium 1 (1996), S. 51-53.

 

  • Armin Schulz: Poetik des Hybriden. Schema, Variation und intertextuelle Kombinatorik in der Minne- und Aventiureepik. „Willehalm von Orlens“ – „Partonopier und Meliur“ – „Wilhelm von Österreich“ – „Die schöne Magelone“, Berlin 2000 (Philologische Studien und Quellen161), in: Arbitrium 3 (2000), S. 267-269.

 

  • Sabine Griese: Salomon und Markolfus. Ein literarischer Komplex im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Studien zur Überlieferung und Interpretation, Tübingen 1999 (Hermaea 81), in: ZfdPh 121 (1/2002), S. 141-145.

 

  • Gerhard Wolf, Von der Chronik zum Weltbuch. Sinn und Anspruch südwestdeutscher Hauschroniken am Ausgang des Mittelalters, Berlin/New York 2002 (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte der germanischen Völker 18), in: IASL online 11 (2003) [http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/wenzel.html].

 

  • Andreas Urscheler, Kommunikation in Wolframs „Parzival“. Eine Untersuchung zu Form und Funktion der Dialoge, Bern u.a. 2002 (Deutsche Literatur von den Anfängen bis 1700 38), in: PBB 126/3 (2004), S. 528-530.

 

  • Sandra Linden, Kundschafter der Kommunikation. Modelle höfischer Kommunikation im „Frauendienst“ Ulrichs von Lichtenstein, Tübingen 2004 (Bibliotheca Germanica 49), in: Arbitrium 2 (2005), S. 159-161.

 

  • Michael Baldzuhn, Vom Sangspruch zum Meisterlied. Untersuchungen zu einem literarischen Traditionszusammenhang auf der Grundlage der Kolmarer Liederhandschrift. (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 120) Tübingen 2002, in: PBB 129/1 (2007), S. 158-163.

 

  • Dietlind Gade, Wissen – Glaube – Dichtung. Kosmologie in der meisterlichen Lieddichtung des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 130), Tübingen 2005, in: Arbitrium 1 (2007), S.40-43.

 

  • Claudia Lauer, Ästhetik der Identität. Sänger-Rollen in der Sangspruchdichtung des 13. Jahrhunderts (Studien zur historischen Poetik 2), Heidelberg 2008, in: PBB 133/1 (2011), S. 171-176.

 

 

  • Art.: „Hrotsvit von Gandersheim“, in: Gestalten des Mittelalters. Ein Lexikon historischer und literarischer Personen in Dichtung, Musik und Kunst, hg. v. Horst Brunner/Mathias Herweg, Stuttgart 2007, S. 194-196.

 

  • Art.: „Spruch, Spruchdichtung“, zusammen mit Holger Runow, in: EM 12 (2007), Sp. 1116-1123.